Ram-Air-Flächenfallschirme
Ram-Air-Fallschirme haben ein vollständiges aerodynamisches Profil mit Ober- und Untersegel und fliegen als Flügel — mit Gleitleistung und Steuerbarkeit.
Wie sie funktionieren
Beide Segelflächen werden durch Staudruck aufgeblasen und bilden eine flügelähnliche Struktur. Ram-Air-Fallschirme, auch Parafoils genannt, stammen aus dem Fallschirmsport, wurden dort zur Hochleistungsplattform entwickelt und haben die Konstruktion von Rekord-Gleitschirmen geprägt. Im militärischen Einsatz sind Ram-Air-Systeme die erste Wahl, wenn hohe Gleitzahl, Präzisionsnavigation und gesteuerter Flug gefordert sind.
Präzisionslieferung aus der Distanz
Mit einer Gleitzahl von bis zu 1:10 legen sie große Strecken zum Ziel zurück und bleiben dabei voll manövrierfähig, mit Richtungssteuerung und Flare zum weichen Aufsetzen. In Joint Precision Airdrop Systems (JPADS) und Guided Precision Aerial Delivery Systems (GPADS) erlauben sie den Absetzvorgang aus großer Höhe und weit entfernt vom Landepunkt — das Trägerflugzeug bleibt außerhalb des Bedrohungsraums und liefert trotzdem Fracht, Ausrüstung oder Personal punktgenau ab.
Weil sie steuerbar sind, eignen sie sich auch für taktische Versorgungsabwürfe, UAV-Bergung und andere Spezialmissionen, bei denen Präzision entscheidend ist.
Öffnung bei hoher Geschwindigkeit
Bei hoher Auslösegeschwindigkeit haben Ram-Air-Schirme in der Regel einen Slider, der die Öffnung der Kappe kontrolliert und verlängert. Das senkt das Beschädigungsrisiko beim Öffnen, kostet aber mehr Höhe als andere Bauarten. Die Öffnungshöhe muss also von Anfang an Teil der Missionsplanung sein.
- Plattformen
- JPADSH.A.H.O.-PlattformenH.A.L.O.-PlattformenParamotor · Fußstart
- Umgebungen
- Unwegsames Gelände
Quelle: apcodefense.com (APCO Aviation), Stand 25.09.2026.