Produkt · Energieaufnahme

Airbags für Drohnen

Airbags nehmen Aufprallenergie auf und kommen vor allem bei unbemannten Plattformen zum Einsatz, die per Fallschirm und ohne klassisches Fahrwerk landen.

Technische Zeichnung eines UAV-Airbags unter dem Rumpf

Wozu Airbags dienen

Airbags sind eine kritische Komponente fortschrittlicher UAV-Bergungssysteme. Ähnlich wie Kfz-Airbags schützen diese militärtauglichen, aufblasbaren Energieabsorber die Plattform beim Aufprall vor Strukturschäden. Das erhöht die Missionserfolgsrate und verlängert die Einsatzlebensdauer der Plattform.

Fixed-Wing-UAV hängt am Fallschirm, darunter der Airbag, vor blauem Himmel

Auslegung gehört in den Entwurf

Airbags sollten in der ersten Entwurfsphase der Plattform mitgedacht werden, in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller, nicht danach: nur so passt das System zu Rumpfstruktur und Missionsprofil. Sie leisten am meisten, wenn der Abstieg vertikal und vorhersagbar ist. Falsch ausgelegt — besonders bei fallschirmgestützter Bergung mit Windversatz — kann ein Airbag wie ein rollender Ball wirken und das UAV kippen oder drehen, statt es abzufangen.

Mehrkammeriger olivgrüner Airbag wird in der Werkstatt mit einem Lüfter befüllt

Bauarten

Der Hersteller liefert leichte, packkleine und hochfeste Airbag-Lösungen nach Verteidigungs- und Luftfahrtstandards. Wie der Airbag befüllt wird, entscheidet über Inflationszeit, Innendruck, Packvolumen und Transportfähigkeit:

Eine weitere Variante arbeitet mit Druckluft.

  • Selbstaufblasend: füllt sich durch die Anströmung während des Fallschirmabstiegs, übernommen aus dem Aufprallschutz von Gleitschirm-Gurtzeugen. Leicht, braucht aber mehr Stauvolumen.
  • Lüfterbefüllt: Impeller sorgen für schnelle Füllung, kombinierbar mit Selbstfüllventilen, erreicht höheren Innendruck und mehr Stabilität.
  • Pyrotechnisch: ähnlich wie Kfz-Airbags; schnellste Füllung bei hohem Innendruck, Einmalverwendung Sekunden vor dem Aufprall, braucht Sensorik und Höhenmessung und kann Transportbeschränkungen unterliegen.
Grauer Airbag mit Lufteinlassventil, Pfeile zeigen die einströmende Luft
Selbstaufblasend
Grauer Airbag mit eingebautem Lüfter am Lufteinlass und Stromkabel
Lüfter (Ducted Fan)
Grauer Airbag mit aufgesetztem pyrotechnischem Gasgenerator und Zündkabel
Pyrotechnisch
Grauer Airbag mit Ventilblock, verbunden über einen Schlauch mit einer Druckluftflasche
Druckluft

Was für die Auslegung gebraucht wird

Für maßgeschneiderte UAV-Airbags, Polsterungen für Cargo-Abwürfe oder Schutzmodule für die Bergung sind vier Angaben nötig: Rumpfform mit den maßgeblichen Aufprallzonen, Schwerpunktlage der Plattform, Ort, Abmessungen und Volumen des Airbag-Kompartiments sowie die maximal zulässige Aufprallbeschleunigung oder die geforderte Energieaufnahme.

CAD-Modell eines Airbags mit Lüfteröffnung an der Unterseite, oben ein gelb dargestelltes Bauteil
Plattformen
Fixed-Wing-UAVMulti-RotorVTOL-Bergung
Umgebungen
Unwegsames Gelände

Quelle: apcodefense.com (APCO Aviation), Stand 25.09.2026.

Häufige Fragen

Technisch nachgefragt.

Welche Angaben braucht die Auslegung eines UAV-Airbags?

Vier: die Rumpfform mit den maßgeblichen Aufprallzonen, die Schwerpunktlage der Plattform, Ort, Abmessungen und Volumen des Airbag-Kompartiments sowie die maximal zulässige Aufprallbeschleunigung oder die geforderte Energieaufnahme. Diese vier Angaben verlangt der Hersteller für maßgeschneiderte UAV-Airbags, Polsterungen für Cargo-Abwürfe oder Schutzmodule für die Bergung.

Was passiert, wenn ein Airbag falsch ausgelegt ist?

Er kann wie ein rollender Ball wirken. Besonders bei fallschirmgestützter Bergung mit Windversatz kann er das UAV kippen oder drehen, statt es abzufangen. Airbags leisten am meisten, wenn der Abstieg vertikal und vorhersagbar ist, und sie gehören deshalb in die erste Entwurfsphase der Plattform.

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