Crash-Pads für Bodenlandung
Crash-Pads bauen Aufprallkräfte beim Aufsetzen ab, indem sie sich kontrolliert verformen — sie sind Energieabsorber, nicht Polster.
Aufbau und Material
Übliche Materialien sind Papier, Kunststoff und Aluminium, meist als Honigwabenstruktur. Das Prinzip: die dichte Anordnung hohler Sechseckzellen verformt sich fortschreitend unter Last und setzt kinetische Energie in kontrolliertes Versagen der Struktur um. Solche Strukturen sind leicht, sehr fest gegen Druck aus der Ebene heraus und schubsteif — deshalb sind sie auch in Flugzeug- und Raketenbauteilen verbreitet.
Einmal oder mehrfach
Die meisten Waben-Pads sind Einwegteile, da sie sich nach der Energieaufnahme nicht zurückstellen. Für leichtere Lasten kommen Spezialschäume infrage; je nach Zusammensetzung und Rückstellvermögen erlauben einige eine begrenzte Wiederverwendung. Neuere Bauarten — gestuft, hierarchisch oder als Sandwichpaneel — verbessern die Energieaufnahme über das Verformungsverhalten.
Wann sie sinnvoll sind
Crash-Pads nehmen Energie nahezu ausschließlich vertikal auf; horizontale Kräfte werden über das Rutschen am Boden abgebaut, mit oder ohne Pad. Empfohlen sind sie, wenn die Sinkrate über 8 m/s liegt, das Lastprofil zusätzlichen vertikalen Schutz verlangt oder auf unvorbereitetem Gelände gelandet wird. Für maximale Wirkung werden sie mit steuerbaren oder Ram-Air-Systemen mit Flare kombiniert, die die Horizontalgeschwindigkeit vor dem Aufsetzen senken.
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Technische Angaben nach Herstellerdokumentation von APCO Aviation Ltd , Stand 2026-07-30.