UAV-Airbags
Airbags nehmen die Aufprallenergie unbemannter Plattformen auf, die per Fallschirm landen und kein Fahrwerk haben.
Auslegung gehört in den Entwurf
Airbags sollten in der ersten Entwurfsphase der Plattform mitgedacht werden, nicht danach: nur so passt das System zu Rumpfstruktur und Missionsprofil. Sie leisten am meisten, wenn der Abstieg vertikal und vorhersagbar ist. Falsch ausgelegt — besonders bei fallschirmgestützter Bergung mit Windversatz — wirkt ein Airbag wie ein rollender Ball und kippt oder dreht das UAV, statt es abzufangen.
Bauarten
Wie der Airbag befüllt wird, entscheidet über Inflationszeit, Innendruck, Packvolumen und Transportfähigkeit:
- Selbstaufblasend: füllt sich durch die Anströmung während des Fallschirmabstiegs, übernommen aus dem Aufprallschutz von Gleitschirm-Gurtzeugen. Leicht, braucht aber mehr Stauvolumen.
- Lüfterbefüllt: Impeller sorgen für schnelle Füllung, kombinierbar mit Selbstfüllventilen, erreicht höheren Innendruck und mehr Stabilität.
- Pyrotechnisch: schnellste Füllung bei hohem Innendruck, Einmalverwendung Sekunden vor dem Aufprall, braucht Sensorik und Höhenmessung und kann Transportbeschränkungen unterliegen.
Was für die Auslegung gebraucht wird
Für ein maßgeschneidertes System sind vier Angaben nötig: Rumpfform mit den maßgeblichen Aufprallzonen, Schwerpunktlage der Plattform, Ort und Volumen des Airbag-Kompartiments sowie die maximal zulässige Aufprallbeschleunigung oder die geforderte Energieaufnahme.
- Plattformen
- Fixed-Wing-UAVMulti-RotorVTOL-Bergung
- Umgebungen
- Unwegsames Gelände
Technische Angaben nach Herstellerdokumentation von APCO Aviation Ltd , Stand 2026-07-30.