H.A.L.O.-Plattformen
High Altitude Low Opening heißt: lange schnell fallen, spät öffnen — das verlangt eine zwei- oder dreistufige Auslösefolge.
Stufe eins: stabilisieren
Der erste Schirm, meist ein Bremsschirm, richtet die Plattform aus und nimmt überschüssige Geschwindigkeit heraus. Er arbeitet bei hoher Fluggeschwindigkeit und bringt die Plattform bis zur minimal sicheren Öffnungshöhe des Hauptschirms — genau das ist das Kennzeichen des Low-Opening-Profils. Danach folgt entweder eine weitere Stabilisierungsstufe oder direkt der Hauptschirm.
Stufe zwei: kontrolliert fallen
Der schnelle Abstieg bringt hohen Höhenverlust bei minimalem Versatz — taktisch der entscheidende Vorteil, wenn es auf den Landepunkt ankommt. Richtungsstabilität und Kontrolle der Sinkgeschwindigkeit sorgen dafür, dass der Hauptschirm auch auf der niedrigsten betrieblich möglichen Höhe gleichmäßig öffnet. Je nach Öffnungsgeschwindigkeit und zulässiger G-Last kommen Reefing-Leinen oder Slider hinzu, die den Öffnungsstoß begrenzen.
Was den Übergang steuert
Die Stufen werden über Sensorik ausgelöst: barometrische Höhensensoren oder Sinkratensensoren, die die abnehmende Vertikalgeschwindigkeit bei steigendem Luftdruck erkennen. Die Geschwindigkeitsmessung kombiniert statischen und dynamischen Druck über Pitotrohre nach dem Prinzip von Bernoulli. Der mechanische Wechsel läuft über präzise Auslösemechanismen oder pyrotechnische beziehungsweise druckbetätigte Leinenschneider.
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Technische Angaben nach Herstellerdokumentation von APCO Aviation Ltd , Stand 2026-07-30.